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Palliative Schmerzbehandlung beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom
Die radioaktive Substanz 89-Strontiumchlorid kann als Ergänzung oder Alternative zur externen Radiotherapie bei der palliativen Behandlung von durch Skelettmetastasen des Prostatakarzinoms hervorgerufenen Knochenschmerzen eingesetzt werden, wenn eine Hormontherapie nicht erfolgreich verlaufen ist.
89-Strontiumchlorid ist ein Beta-Strahler ohne Gamma-Strahlungsanteil. Das Durchdringungsvermögen in Knochen beträgt ca. 3-4 mm, in Weichteilgeweben max. 8 mm. Das Strahlenrisiko für Pflegepersonal und Angehörige ist daher sehr gering und bedarf keiner besonderen Berücksichtigung.
Voraussetzungen:
- Hormon- und Chemotherapie ausgeschöpft
- ausreichende Knochenmarksfunktion (Leukozyten >3 000, Thrombozyten >100 000)
- Ausschluß drohender pathologischer Frakturen
- Ausschluß einer Hyperkalzämie
- keine Medikation mit Kalzium (ggf. 14 Tage vorher absetzen)
Ergebnisse:- bis zu 80% der Patienten profitieren durch die Therapie
- bis zu 20% werden schmerzfrei
- deutliche Verringerung des Schmerzmittelbedarfs
- verringertes Auftreten neuer schmerzender Herde
Dauer der Schmerzlinderung:- Verbesserung der Symptome für durchschnittlich 6 Monate
- Behandlung nach 3 Monaten wiederholbar (abhängig vom Blutbild)
Verträglichkeit:- Insgesamt gut. Es besteht die Möglichkeit einer vorübergehenden geringen Knochenmarkdepression (-20% Leukozyten, -30% Thrombozyten, Tiefstwerte nach ca. 6 Wochen), die in der Regel keiner besonderen Therapie bedarf.

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