Zurück

Der Sentinel-Lymphknoten

Das Konzept des Wächter-Lymphknotens beim Mammakarzinom





 

Das Konzept des Wächter-Lymphknotens (Sentinel-Lymph-Node, SLN) stellt eine der wichtigsten und interessantesten Entwicklungen in der klinischen Onkologie des letzten Jahrzehntes dar.

 

 

 

Mit der Sentinel-Lymphonodektomie steht erstmals eine Untersuchungstechnik zur Verfügung, die bei frühen Stadien des Mammakarzinoms (pT1, pT2 bis 3 cm Durchmesser) eine Alternative zur routinemäßigen Ausräumung der Achsel-lymphknoten darstellt, weil sie den individuellen Lymphknotenstatus mit großer Sensitivität und Genauigkeit statt mittels einer kompletten Lymphknotenentfernung durch eine gezielte, einfache und nebenwirkungsarme Biopsie des Wächter-Lymphknotens vorhersagen kann.


 

Das Konzept beruht auf der Vorstellung, dass ein sich über die Lymphbahnen ausbreitender Tumor zunächst zum ersten „Wächter“-Lymphknoten im Abstromgebiet drainiert. Damit stellt dieser Lymphknoten auch die wahrscheinlichste Lokalisation einer beginnenden Metastasierung dar.

 

 

Ist der Wächter-Lymphknoten tumorfrei, so ist mit weiteren Lymphknotenmetastasen nicht zu rechnen.

 

Ein radikaler, nebenwirkungsbehafteter Eingriff mit Entfernung möglicherweise betroffener Lymphknoten erübrigt sich.

 

Enthält der Wächter-Lymphknoten Tumorzellen, so müssen weitere therapeutische Maßnahmen ergriffen werden.

 



Der individuelle Nutzen für die Patientin ergibt sich aus der Reduktion der operativ zu entfernenden Lymphknoten.

SEITENANFANG