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Schwangerschaft und Schilddrüse


Im Rahmen einer Schwangerschaft befindet sich der Körper der Mutter in Umstellung. Dies betrifft auch die Schilddrüse. Schilddrüsenerkrankungen der Mutter können im Zusammenhang mit der Schwangerschaft zum ersten Mal auftreten. Besondere Gesichtspunkte gelten jedoch, wenn bereits vor der Schwangerschaft eine Schilddrüsenerkrankung der Mutter besteht.  Schilddrüsefehlfunktion können sich negativ auf die Empfängnisbereitschaft der Frau auswirken. Bei bestehender Schilddrüsenüberfunktion ist eine Schwangerschaft möglich und sollte bis zur Beseitigung der Schilddrüsenüberfunktion vermieden werden.


  Kann eine mütterliche Schilddrüsenfehlfunktion dem Kind schaden?

 

Ja. Sowohl bei unbehandelter Schilddrüsenunterfunktion als auch bei -Überfunktion ist das Risiko einer Fehlgeburt erhöht. Es ist also wichtig, durch entsprechende Behandlung vor und während der Schwangerschaft eine normale Schilddrüsenfunktionslage der Mutter herbeizuführen.


  Zu welchen Veränderungen führt eine Schwangerschaft an der Schilddrüse?



  Wie behandelt man die Schilddrüsenunterfunktion der werdenden Mutter?

 

Unabhängig von der Ursache wird eine Schilddrüsenunterfunktion der Mutter mit Schilddrüsenhormon-Tabletten behandelt. Die Schilddrüsenhormondosis wird an den im Verlauf der Schwangerschaft steigenden Bedarf angepaßt wird und dann im Wochenbett entsprechend reduziert wird. Da es sich um körpereigene Schilddrüsenhormone handelt, sind keinerlei schädliche Nebenwirkungen auf das Kind zu befürchten.


  Wie behandelt man eine Schilddrüsenüberfunktion der Mutter?

 

Die weitaus häufigste Ursache für die Schilddrüsenüberfunktion der Mutter in der Schwangerschaft ist die Basedow-Krankheit der Schilddrüse (siehe separates Merkblatt).

 

Die Behandlung der mütterlichen Schilddrüsenüberfunktion in der Schwangerschaft erfolgt in erster Linie mit Medikamenten, die die Produktion von Hormon durch die Schilddrüse hemmen, sog. Thyreostatika.

 

Für die Behandlung während der Schwangerschaft gilt:



  Gibt es Nebenwirkungen der Behandlung mit Thyreostatika?

 

Thyreostatika können u. a. folgende, wenn auch seltene Nebenwirkungen haben:

Daher sind regelmäßige Untersuchungen und Kontrollen des Blutbildes durch den Hausarzt notwendig.

Suchen Sie sofort Ihren Arzt auf wenn Beschwerden auftreten.


  Wie geht es in der Stillzeit weiter?

 

Nach der Entbindung normalisiert sich die Abwehrlage des mütterlichen Organismus wieder und der Schilddrüsenhormonbedarf reduziert sich auf das übliche Maß.

Wichtig ist: Auch nach mehr als einem Jahr nach der Entbindung kann es noch zum Wiederaufleben von Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse kommen, zumeist mit den Symptomen einer Schilddrüsenüberfunktion. Symptome können sein: Nervosität, Schlafstörungen, Zittrigkeit, Herzjagen, Schweißausbrüche, Gewichtsverlust, Durchfälle, Haarausfall. Lassen Sie sich dann von Ihrem Arzt untersuchen.

Die beiden wichtigsten Ursachen für eine Schilddrüsenüberfunktion im Wochenbett sind die "postpartale Thyreoiditis" und die Basedow-Krankheit, die sich beide u. a. mit Hilfe eines Schilddrüsen-Szintigramms  voneinander unterscheiden lassen. Die postpartale Thyreoiditis klingt zumeist von selbst wieder ab, kann aber in eine Schilddrüsenunterfunktion münden. Die Basedow-Krankheit verläuft meist schwerer und erfordert eine medikamentöse Behandlung mit Thyreostatika; handelt es sich um den zweiten Schub der Basedow-Krankheit sollte darüber hinaus rechtzeitig vor einer erneuten Schwangerschaft die Durchführung einer Radiojodbehandlung bzw. Schilddrüsenoperation diskutiert werden.


  Was ist mit den verschiedenen Schilddrüsenmedikamenten in der Stillzeit?

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