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Radioaktive Behandlung Ihrer bösartigen Schilddrüsenerkrankung?

-Ihre Fragen, unsere Antworten-


Warum brauche ich eine Behandlung?

Sie sind wegen einer bösartigen Schilddrüsenerkrankung operiert worden. Die ergänzende Behandlung mit radioaktivem Jod soll eventuell noch bestehende kleine Schilddrüsenreste und möglich Tumorabsiedelungen zerstören.


Was ist eine radioaktive Behandlung?

Die Behandlung erfolgt durch eine bestimmte Jodform, welche radioaktiv ist. Das Jod wird bevorzugt von Schilddrüsenresten und Tumorabsiedelungen aufgenommen.


Wohin geht das restliche radioaktive Jod?

Das restliche Jod wird über den Urin und den Stuhlgang ausgeschieden


Wie wird das radioaktive Jod verabreicht?

Sie schlucken auf einer speziell hierzu ausgerüsteten Therapiestation eine Kapsel mit radioaktivem Jod. Das Jod gelangt durch den Magen-Darm-Trakt ins Blut und wird von Schilddrüsenresten aufgenommen. Das radioaktive Jod zerfällt in den folgenden Tagen am Ort der Speicherung, wobei es hier zu einer sehr intensive Bestrahlung dieses Gewebes, kaum jedoch des übrigen Körpers, kommt.


Wie viele Behandlungen sind notwendig?

Die meisten Menschen benötigen nur eine stationäre Behandlung. In seltenen Fällen wird jedoch eine zweite oder dritte Behandlung notwendig. Auch deshalb sind spätere Kontrolluntersuchungen, die zum Teil stationär erfolgen, in regelmäßigen Abständen notwendig. In der Regel ist mit einem stationären Aufenthalt für einen Zeitraum von 3 - 5 Tagen zu rechnen


Werde ich irgendeine Reaktion bemerken?

Die Menge an radioaktivem Jod ist gering und allergische Reaktionen sind nicht zu erwarten. Sonstige Beeinträchtigungen sind selten, z.B. Symptome wie entzündliche Reaktionen der Kopfspeicheldrüsen, Reizungen des Magen-Darmbereiches, Harnblasenentzündungen. Sehr selten bei sehr hohen Tumor-Aktivitäten Knochenmarkschädigung.


Was ist nach der Therapie zu beachten?

Anschließend werden Schilddrüsenhormone in Tablettenform verordnet. Wichtig ist zu wissen, das die Hormone höher als bei anderen Schilddrüsenerkrankungen dosiert werden müssen. In anfangs kürzeren, später in längeren Zeitabständen erfolgen je nach Tumorform ambulante und stationäre Kontrolluntersuchungen. Eine Schwangerschaft sollte im Zeitraum von 6 - 9 Monaten nach der Behandlung vermieden werden.


Ergibt sich durch die Strahlung eine Gefahr für meine Familie oder die Umwelt?

Nein, die Entlassung kann erst dann erfolgen, wenn die Strahlung, die von Ihren ausgeht, bestimmte Grenzwerte unterschreitet. Wir werden diese Strahlung durch Messgeräte überprüfen, diese Messungen sind nicht schmerzhaft.


Was ist mit meinen bisherigen Medikamenten?
Ihre bisherigen Medikamente erhalten Sie während des stationären Aufenthaltes weiter, bzw. Änderungen werden mit den behandelnden Ärzten abgestimmt.



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