Nuklearmedizinische
Klinik, Klinikum Herford
Chefarzt
Dr. med. H. Arlt
Schilddrüse
Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
Subklinische Hypothyreose
Die länger bestehende subklinische Hypothyreose wird heute bereits als Therapieindikation angesehen.
Bei einem TSH-Anstieg über den Referenzbereich sollte daher mit der Substitution (50-75 µg
Levothyroxin) begonnen werden.
Ein positiver TPO-Antikörpernachweis unterstreicht die Therapieindikation, bei Antikörper-negativen
Patienten ist eher mit einer Rückbildung zu rechnen und man kann durchaus unter Verlaufsbeobachtung
zunächst noch zuwarten.
Die subjektive Ansprechrate einer Levothyroxingabe liegt bei ca. 30 %.
Offen ist die Frage, inwieweit TSH-Werte im Bereich von 2-4 mU/L bei positivem TPO-
Antikörpernachweis bereits Ausdruck einer beginnenden Pathologie sind und auch in diesen Fällen eine
Schilddrüsenhormontherapie von Nutzen sein könnte.