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Nuklearmedizinische
Klinik, Klinikum Herford
Chefarzt
Dr. med. H. Arlt
Schilddrüse
Schilddrüse und Radiojod-Therapie
Glukokortikoide bei endokriner Orbitopathie
und M. Basedow:
- Absolute und relative Kontraindikationen der
Glukokortikoidtherapie: z.B. Diabetes mellitus, Ulcus ventriculi, Ulcus
duodeni, Elektrolytstörungen.
- Bei vorbestehender endokriner Orbitopathie
Glukokortikoidtherapie (0,4-0,5 mg Prednisolon/kg/d) für 4-6 Wochen. Beginn
mit Gabe des Radioiods.
- Ggf. Prophylaxe ohne vorbestehende
Orbitopathie (z.B. halbe Dosis im Vergleich zu 2, z.B. jeden zweiten Tag) für
4-6 Wochen.
- Bei florider endokriner Orbitopathie oder
Exazerbation ggf. höhere Dosis oder „Stoßtherapie“ mit anschließender
wöchentlicher Dosisreduktion (z.B. Tagesdosis 1,5 mg Prednisolon/kg/d,
Reduktion der Tagesdosis wöchentlich um 0,25 mg Prednisolon/kg/d). Bei
hochflorider endokriner Orbitopathie ist die Indikation zur Radioiodtherapie
besonders streng zu stellen, insbesondere bei Rauchern.
- Bei einer Glukokortikoidtherapie über 4-6
Wochen (2, 3) ist ein kurzzeitiges Ausschleichen (z.B. 2-5 mg Prednisolon/d
über 1-4 Wochen) vertretbar. Bei einer Glukokortikoidtherapie wie unter 4)
ist eine über mehrere Wochen protrahierte Dosisreduktion unterhalb der
Cushing-Schwelle angezeigt
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