Nuklearmedizinische
Klinik, Klinikum Herford
Chefarzt
Dr. med. H. Arlt
Schilddrüse
Prävention einer iodinduzierten Hyperthyreose
Bei fehlendem Hinweis auf Schilddrüsenerkrankung und normalem TSH keine Maßnahmen
Bei subklinischer Hyperthyreose (TSH supprimiert, fT3 und fT4 normal) und/oder TcTU >2 % Möglichkeit des Einsatzes alternativer Methoden ohne Kontrastmittelgabe prüfen (MRT statt CT)
Bei Notwendigkeit der Kontrastmittelgabe medikamentöse Schilddrüsenblockade durchführen:
Perchloratdrenat®) 500 mg (25 Gtt.) per os 2-4 h vor Kontrastmittelgabe 500 mg, (25 Gtt.) per os 2-4 h nach Kontrastmittelgabe anschließend 3 x 300 mg (3 x 15 Gtt.)/d für 14 Tage
Plus Thiamazol 20 mg per os 2-4 h vor Kontrastmittelgabe anschließend 1 x 20 mg/d für 7-14 Tage
Bei manifester Hyperthyreose Von Kontrastmittelgabe Abstand nehmen
Bei absolut dringlicher Indikation:
Perchlorat (Irenat®) (s. oben) Plus Thiamazol 40 mg per os 2-4 h vor Kontrastmittelgabe, anschließend 2 x 20 mg/d, Dosisanpassung nach Verlauf