Nuklearmedizinische
Klinik, Klinikum Herford
Chefarzt
Dr. med. H. Arlt
Schilddrüse
Diagnostisches Vorgehen vor Kontrastmittelgabe
Vor Kontrastmittelgabe ist zur Abschätzung des Risikos einer iodinduzierten Hyperthyreose eine gezielte Schilddrüsendiagnostik durchzuführen.
Anamnese:
Bekannte SD-Erkrankung?
Frühere Hyperthyreose?
Untersuchung:
Palpation: Struma? Knoten? allgemein: hyperthyreoter Eindruck?
Bestimmung des basalen TSH ggf. weiterführende Diagnostik und Abklärung: Sonographie der Schilddrüse
Wenn abnormer TSH-Wert oder größerer Schilddrüsenknoten vorliegt: quantitative Schilddrüsenszintigraphie zum Nachweis der Menge und Aktivität einer funktionellen Autonomie
Die therapeutischen Empfehlungen zur pharmakologischen Blockade der Schilddrüse bei Risikopatienten vor hochgradiger lodexposition sind nicht einheitlich und evidenzbasiert, da entsprechende klinische Studien fehlen.