Nuklearmedizinische
Klinik, Klinikum Herford
Chefarzt
Dr. med. H. Arlt
Schilddrüse
Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
Therapie der subklinischen Hyperthyreose
Die subklinische Hyperthyreose stellt im Regelfall keine Indikation zu einer thyreostatischen Therapie dar.Bei nicht zu erwartender Reversibilität der Grunderkrankung (Autonomie der Schilddrüse) ist bereits in diesem Stadium eine definitive Therapiemaßnahmen (Radioiodtherapie, Operation) indiziert, da eine länger bestehende subklinische Hyperthyreose ein erhöhtes (ca. 3-fach über 10 Jahre) Risiko des Auftretens von Vorhofflimmern birgt.
Eine subklinische Hyperthyreose unter Einnahme von Levothyroxin ist aus diesem Grunde durch Dosisreduktion zu korrigieren (Ausnahme: Schilddrüsenkarzinom).
Bei M. Basedow mit subklinischer Hyperthyreose nach Absetzen der antithyreoidalen Medikation ist bei jeweils ca. einem Drittel der Patienten innerhalb eines Jahres eine erneute Rezidivhyperthyreose, eine länger dauernde Persistenz der subklinischen Hyperthyreose oder eine spontane Erholung (Euthyreose) zu erwarten.
Die Therapieentscheidung ist daher erst durch Verlaufsbeobachtung zu treffen.