Nuklearmedizinische
Klinik, Klinikum Herford
Chefarzt
Dr. med. H. Arlt
Schilddrüse
Schilddrüsenkarzinom
Prognose
Die Therapieaussichten werden durch das Tumorstadium, den histologischen Typus, das Patientenalter und ganz entscheidend durch die Primärtherapie beeinflusst.
Die Prognose ist bei differenzierten Karzinomen sehr gut.
Eine lymphogene lokale Metastasierung ist häufig (50 %). Sie hat jedoch - im Gegensatz zu anderen Tumoren - keinen wesentlichen Einfluss auf die Prognose des differenzierten Schilddrüsenkarzinoms.
Beim follikulären Karzinom sind weniger differenzierte oder onkozytäre Formen als prognostisch ungünstiger zu beurteilen.
Beim medullären Karzinom verschlechtern der Kapseldurchbruch und die fehlende postoperative Normalisierung des Calcitonins die Prognose.
Nachfolgende Tabelle zeigt die 10-Jahres-Überlebensraten des Schilddrüsenkarzinoms (alle Stadien) in Abhängigkeit vom histologischen Typ.
Tumortyp 10-Jahresüberleben (alle Stadien)
papillär 85 – 90 %
follikulär 75 – 80 %
medullär 50 – 70 %
anaplastisch 0 -- 9 %
Eine weitere Differenzierung wird durch eine prognoseorientierte Stadieneinteilung erreicht. Neben der
verbreiteten TNM-Einteilung der UICC gibt es weitere Systematiken (AGES, MACIS, AMES), die im
Ergebnis etwa gleichwertig sind.