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131-Radiojodtest


Der 131-Radiojodtest dient zur Ermittlung der Jodaufnahme (Uptake) bzw. der Jodkinetik vor geplanter Radiojodtherapie. Die individuelle Aktivitätsermittlung ist in Deutschland rechtlich vorgeschrieben. Sie dient der Dosisoptimierung und der Überprüfung der Frage, ob eine Radiojodtherapie überhaupt effizient möglich ist.

 

In Verbindung mit der sonographisch ermittelten Schilddrüsengröße und unter Berücksichtigung der vorliegenden Schilddrüsenerkrankung (große Schilddrüsen ohne Funktionsstörung, M. Basedow, Schilddrüsenautonomie (diffus oder "heiße" Knoten) mit und ohne Funktionsstörung) erfolgt individuell für jeden Patienten die Berechnung der Gesamtaktivität an 131-Radiojod, die während des folgenden stationären Aufenthaltes verabreicht wird.
Definition

Unter der Bestimmung des Radiojod-Aufnahme versteht man die Quantifizierung des Anteils des verabreichten Radiojod, der zu einer definierten Zeit nach Applikation in der Schilddrüse gespeichert ist.
Indikationen

Vor Radiojodtherapie wegen gut- oder bösartigen Schilddrüsenerkrankungen

Patientenvorbereitung

Eine Schilddrüsenhormon-Medikation und eine thyreostatische Medikation beeinflussen den Radiojod-Uptake. Ob diese Medikamente genommen oder abgesetzt werden sollen, erfahren Sie von den behandelnden Ärzten, die den Radiojodtest durchführen.

Keine stark jodhaltigen Medikamente (z.B. jodhaltige Röntgenkontrastmittel, jodhaltige Desinfektionsmittel, jodhaltige Augentropfen)  vier Wochen vor der Untersuchung.

Die Patienten sollten  vor sowie eine Stunde nach der oralen Radioiodapplikation nüchtern bleiben. 

Vorsichtsmaßnahmen

Ausschluß einer Schwangerschaft

Radiopharmakon

In der Regel Iod-131-NaI (1-5 MBq) oral

Zeitpunkt der Messung 

Die Uptake-Messungen erfolgen nach 4, 24 und 48 Stunden. Angegeben wird Jod-Uptake in Prozent der verabreichten Aktivität.

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