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  Hyperthyreoseprophylaxe bei Jodexposition:


Ein bekanntes oder anzunehmendes thyreoidales Risiko (latente Hyperthyreose bzw. Autonomie (Knotenstruma) zur Entwicklung einer jodinduzierten Hyperthyreose stellt eine Kontraindikation zur Gabe jodhaltiger Kontrastmittel dar.

Wird trotz des Risikos aufgrund einer dringlichen klinischen Situation die Indikation zu einer Kontrastmitteluntersuchung gestellt,
so kann die Schilddrüse vorübergehend blockiert bzw. eine thyreostatische Medikation prophylaktisch für kurze Zeit durchgeführt werden.

Die Auslösung oder Verschlechterung einer Hyperthyreose durch Iod bzw. KM erfolgt mit einer Verzögerung zwischen 2-6 Wochen. Daher ist eine Kontrolle der Schilddrüsen-Funktionsparameter z.B. nach 3 und 6 Wochen (bei Gabe lipophiler Kontrastmittel auch über Monate) nach Iodgabe hausärztlicherseits erforderlich.

Eine entsprechende Mitteilung an den weiterbehandelnden Arzt ist unbedingt notwendig.

Quellen:
Herrmann,J. Prophylaxe der Jodinduzierten Hyperthyreose. DMW 1991, 116. Jg., Nr. 3
B.Saller,K.Mann,Jodinduzierte Hyperthyreose. Der Nuklearmediziner, Nr 5, 18(1995)266-274
Schicha,H. Arztinformation zur Applikation jodhaltiger Röntgenkontrastmittel bei Patienten mit Schilddrüsenerkrankungen 05.12.02


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