zurück

 

Nuklearmedizinische Klinik, Klinikum Herford
Chefarzt Dr. med. H. Arlt

 

Ultraschall-Diagnostik

 

Biopsie

12.06.05

Vorbereitung-Durchführung

·           Der zu punktierende Patient muß vor der Punktion mindestens vier bis sechs Stunden nüchtern (d. h. nicht getrunken oder gegessen haben) sein,

·           eine Venüle liegen haben (möglichst mit laufender Infusion).

·           Ist eine Punktion des Magen-Darmtraktes zu erwarten, muß der Patient vorbereitet werden wie zu einer Coloskopie.

·           Der Bereich der Punktionsstelle muß gegebenenfalls rasiert werden.

·         Eine besondere Prämedikation ist in der Regel nicht notwendig. Bei schmerzempfindlichen und ängstlichen Patienten kann eine Sedierung vorgenommen werden. Im Einzelfall kann man vor der Untersuchung 5–10 mg Diazepam (Valium) oder 3–5 mg Midazolam (Dormicum) intravenös verabreichen.

o        Dabei müssen die Gefahren der Sedierung (z.B. respiratorische Insuffizienz) berücksichtigt

o        werden, sowie auch die beeinträchtigte Steuerung von Atembewegungen.

·           Wichtig ist die optimale Lagerung des Patienten.

·           Zuerst wird sonographisch mit einem normalen Schallkopf ein orientierender Oberbauchstatus erhoben.

·         Hierbei werden dann das

    • Punktionsziel,
    • die Punktionstiefe und der
    • Punktionsweg bestimmt.

·         Anschließend erfolgt die Lokalisation der Punktionsstelle auf der Bauchhaut. Diese wird dort mit dem Fingernagel markiert.

·         Mit einem Lokalanästhetikum (bspw. 5 ml bis 10 ml Liodocain 0,5-2%) wird um die Punktionsstelle sowohl oberflächlich als auch tief und in gleicher Inspirationsstellung wie später bei der Punktion infiltriert.

·         Nach aseptischer Hautdesinfektion

·         erfolgt die sterile Abdeckung der Punktionsstelle.

    • Für den Punktionsschallkopf gibt es spezielle Sets, welche aus sterilem Gel und einem sterilen Überzug bestehen.

·         An der auf der Bauchhaut markierten Punktionsstelle wird mit einem sterilen Einmalskalpell eine Stichinzision vorgenommen.

·         Es erfolgt dann die Punktion in Apnoe (in Expiration oder Atemmittellage) nach mehrmaliger Inspiration und Exspiration möglichst rasch entlang des markierten Punktionsweges unter sonographischer  Sicht.

·         Der Punktionsweg

    • soll so kurz wie möglich gewählt werden,
    • Darm und Gefäße sollten weitgehend geschont werden.
    • Ebenfalls sollte nicht durch die Gallenblase und durch den Darm punktiert werden.
    • Bei kleinen Tumoren erfolgt die Gewebsentnahme aus dem Zentrum, bei größeren Befunden aus Arealen des Randgebietes, da das Tumorzentrum häufig fibrotisch,nekrotisch oder entzündlich verändert ist.

 

Vorbereitung-Durchführung.doc

 

SEITENANFANG